The Naked
The Naked



The Naked

  Startseite
    Aktuelles
    Männer
    Nächtliches
    Erinnerungen
    Former Life
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   500 Beine



Webnews



http://myblog.de/meriche

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ben und die Panzerfaust

Als ich vor Urzeiten noch sportlich aktiv war, lernte ich Svenja und Ben kennen. Svenja war auch sportlich. Ben war ein Koloss. Er kam nur mit, um Svenja zuzusehen, und außerdem war immer Zeit für ein Bierchen und zwei, drei Schachteln Zigaretten davor und danach. In der Gesellschaft nahm ich gerne mein kurz zuvor verworfenes Dauertrinken wieder auf, und schloss mich den beiden an. Svenja war etwas pummelig, hatte aber trotzdem wegen ihrer katzenhaft schräg stehenden Augen einen spitzbübischen Ausdruck. Der täuschte, denn besonders schlau war sie nicht. Sie steckte noch in der Ausbildung und versemmelte eine Prüfung nach der anderen - Ben war schon weiter, nämlich arbeitslos. Er saß den ganzen Tag auf seinem Sofa und wartete darauf, dass Svenja nach Hause kam, um mit ihr zum Pseudosport zu fahren. Außer Samstags, denn da war Fußball. Dennoch...immer wenn ich ihn ansah, konnte ich meine Eierstöcke vibrieren fühlen. Seine großen Lippen wollten von mir einfach geküsst werden, und ich stellte mir vor, wie ich in seinem Fleisch versank. Er war nicht nur dick, er war auch unglaublich kräftig und durchaus geschickt. Einmal steckte einer der Fahrer mit einem Anhänger, den er manövrieren wollte, fest und war absolut ratlos. Ben sprang kurzerhand ein und lenkte ohne Zögern perfekt in die Lücke. Das machte mich noch viel heißer auf ihn.

Eines Samstags lud Svenja mich in Bens Wohnung ein. Ben war gerade vom Fußball gekommen, er stank nach Bier und war schon tief besoffen. Ich hatte einen Kasten Bier mitgebracht, und damals war ich noch nicht knausrig. Ich war mir nicht ganz sicher, was die beiden von mir wollten und ich fühlte mich etwas unwohl. In solchen Situationen greife ich ja besonders gerne zum beruhigenden Alkohol. Svenja kramte in den Videokassetten und holte vier heraus, die sie bei Turnieren zeigten oder wahlweise auch ihre Haustiere, in allen Altersstufen. Nach endlos langen vier Stunden hatten wir alles gesehen. Ich beteuerte wiederholt, dass sie toll aussah, dass ihre Tiere toll aussahen, dass ein letzter Platz ja der erste von hinten sei und langweilte mich sehr. Ben war zwischenzeitlich auf dem Sofa eingeschlafen, erwachte aber zum Ende des letzten Videos und fing an, Svenja zu begrapschen. Er war besoffen und scharf, das war unverkennbar. Svenja lachte und schubste ihn zu Seite und da fragte ich mich zum ersten Mal, ob die beiden mich eingeladen hatten, um mich in einen Dreier zu verwickeln. Ich blieb trotzdem, denn irgendwie wollte ich wissen, was passieren sollte.

Nun, erst mal nichts. Wir soffen und soffen, bis der Kasten tatsächlich leer war. Zumindest nehme ich das an, denn am nächsten Morgen war nichts mehr übrig. So genau weiß ich das nicht mehr, denn irgendwo fehlt mir ein Stückchen. Nachdem wir entschieden hatten, wer wo schlafen sollte (Svenja und ich in Bens Doppelbett und er auf dem Sofa), zogen Svenja und ich uns der Bequemlichkeit wegen schon mal aus, und Svenja kramte erotische Fotos von sich hervor. Ich bewunderte auch diese, obwohl sie mich nun wirklich nicht scharf machten. Das nächste, was ich wieder weiß, ist, wie ich auf der Arbeitsplatte in der Küche sitze und unbequemen Sex mit Ben habe. Obwohl die Höhe eigentlich optimal ist, rutscht er immer wieder ab. "Ich hab zu viel getrunken", lallt er in mein Ohr, und wir ziehen um ins Wohnzimmer. Er legt sich auf das Sofa und ich reite ihn, bis wir schweißnass sind, aber er kommt nicht, deswegen nehme ich seinen Schwanz in den Mund und bearbeite ihn, bis er doch endlich kommt.

Am nächsten Morgen wache ich auf dem Sofa auf und bin nackt. Ben liegt auf dem anderen Sofa, ein riesieger, schnarchender Berg. Mir wird klar, was ich getan habe und eine heiße Welle des Schamgefühls überkommt micht. Jetzt finde ich ihn gar nicht mehr sexy. Ich schleiche ins Schlafzimmer, tatsächlich liegt Svenja da in tiefem Schlaf. Leise lege ich mich neben sie und starre an die Decke und den ganzen Kram, der an den Wänden gestapelt ist. Zwei Stunden später, es ist halb neun, stehe ich wieder auf, ziehe mich an und gehe durch die Wohnung. Die beiden schlafen immer noch, und erwecken nicht den Anschein, als wollten sie innerhalb der nächsten vierzehn Stunden aufstehen. Mein schlechtes Gewissen treibt mich aus der Wohnung, ich hinterlasse einen Zettel, auf dem nur "Sorry" steht, und düse mit meinem Auto nach Hause.

Später am Tag klingelt mein Handy. Svenja ist dran. Wer so dumm ist wie ich, muss da auch durch, denke ich wütend. "Ey, Meriche, warum bist du einfach abgehauen? Ich dachte, wir wollten zusammen frühstücken! Außerdem durfest du noch gar nicht wieder fahren, nä? Ich hab jedenfalls jetzt noch ordentlich einen sitzen, boah. Naja, sehen wir uns heute abend?"

Als ich Ben das nächste Mal beim Sport treffe, passe ich einen unbeobachteten Moment ab. Ihm ist das sehr peinlich, man merkt es. "Sie weiß nichts?", frage ich ihn. "Sie ist heulend abgezogen in der Nacht, aber sie hat alles vergessen. Trotzdem fühle ich mich so schuldig", sagt er, und er sieht wirklich nicht gut aus. Ich bedränge ihn, uns einmal auszusprechen und er gibt nach, erwartet mich am nächsten Tag in seiner Wohnung.

Dort sitzen wir uns betreten gegenüber und glotzen in den Scheißfernseher. Dann beschließen wir, dass es nur ein Ausrutscher war, dass es niemals wieder vorkommen wird und vor allem, dass niemand davon erfahren darf. "Gib mir einen letzten Kuss, deine Lippen sind so weich", sagt er und zwinkert unbeholfen. Zwei Stunden später klettere ich wieder in meine Klamotten und fahre zitterig, aber hoch befriedigt nach Hause. Das Spielchen wiederholen wir noch zwei Mal. Es darf nie wieder passieren - na gut, ein letztes Mal noch.

Svenja fragt mich am 31., was ich denn an Silvester vorhabe. Nichts, wie immer eigentlich. Schulpartys gibt es schon lange nicht mehr. Sie lädt mich ein, einer ihrer Cousins feiert am Abend. Ok, warum nicht? Hauptsache, Ben ist dabei. Ich mache mich extra schick und style mich auf, als ginge ich zu einer Gala und ich weiß, dass Ben Probleme hat, nicht zu sabbern, als er meinen Ausschnitt sieht. Die beiden warnen mich vor den Cousins, die jeden abfüllen wollen. Ich solle bloß nicht mit ihnen trinken, das würde böse enden.

Die Party entpuppt sich als Familientreffen. Kinder sind dabei, Onkels und Tanten, und vielleicht acht junge Leute. Ich mag auf Anhieb niemanden, aber ich seh gut aus und alle Jungs starren auf meine Brüste, das reicht. Außerdem sitzt Ben mir gegenüber und ich schenke ihm verführerische Blicke, die ihn nervös machen. Er und Svenja lassen sich nicht lange bitten und kippen jeden Schnaps, den die bösen Cousins herumreichen. Ich lasse es ihrem Rat zufolge langsam angehen und trinke sogar ein fades Glas Wasser zwischendurch. Alle halten mich für einen Langweiler, aber ich seh gut aus, und meine Brüste. Um Mitternacht wird ein bisschen Lärm gemacht. Ich begnüge mich wie üblich aus Vorsicht mit Wunderkerzen, bin ich doch ein wenig pyrophob, aber dann merke ich, dass ich noch kein Stück betrunken bin. Wie ärgerlich. Ben geht zurück ins Haus. Ich drücke Svenja meine restlichen Wunderkerzen in die Hand, sie jauchzt und stolpert fast. Ben ist oben im Bad und ich folge ihm einfach, um ihn bedingungslos abzuknutschen. "Und wenn jemand kommt? Hör auf, hör auf," jammert er, aber er will es doch auch.

Svenja ist peinlich blau und schlägt Ben, als er ihr verbietet, noch mehr Schnaps zu trinken. Wir beschließen zu gehen und ziehen Svenja nach draußen. Sie reißt sich los und fällt über den Bürgersteig, schlägt sich beide Knie auf und fängt an zu heulen. Ich helfe ihr hoch und trage sie nach Hause. Plötzlich lacht sie wieder und singt laut. Ben geht gute hundert Meter hinter uns, die Hände in die Taschen, er ist sauer. Ich auch. Ich bin nicht ansatzweise betrunken, muss eine Besoffene schleppen, die vermutlich gleich kotzen wird und Ben hilft mir nicht. Ein grandioser Start ins Jahr. Tatsächlich lässt Svenja noch einiges von dem Schnaps wieder vor der Haustür zurück, den Rest oben in der Toilette, während ich ihre Haare halte. Nachdem ich sie zu Bett gebracht habe, werde ich auch müde, trotzdem kann Silvester einfach nicht nüchtern sein und ich trinke zwei schnelle Bier in der Küche, bis ich wieder Kotzgeräusche aus dem Bad höre. Ich will ihr helfen, aber dieses Mal ist es Ben, der bis vorhin noch so furchtbar nüchtern tat. Ich lege ihm einen Waschlappen in den Nacken, aber er will mich nicht und scheucht mich ins Wohnzimmer, wo ich etwas trinke und darauf warte, dass er zu mir kommt.

Warnungen aussprechen und sich dann selber nicht daran halten - und mir einen schönen Neujahrsrausch völlig umsonst versauen.

Ben ist ziemlich angeschlagen, aber es reicht für Sex. Und danach ist für mich endgültig klar, dass die Fixation zu Ende ist.

Ein paar Wochen später erzählt Svenja mir traurig, dass sie den Verein wechseln wolle. Ob ich nicht mitkommen wolle? Ich lehne ab, und bis auf eine Party, bei der wir alle brav waren, habe ich beide nicht wieder gesehen.

25.12.08 09:34
 


Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Denis / Website (14.3.08 15:34)
Was für eine grandiose Geschichte! Stimmt schon, manchmal weiss man irgendwann "danach" genau: Das war das letzte Mal, der Reiz ist weg. Auch wenn es gut war.

Komisch eigentlich.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung