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Das Schneckenhaus

Diese Geschichte widme ich einem guten Freund.

Er stand in einem kordgeflochtenen Schirmständer, und das solange er denken konnte. Bespannt mit kirschrotem Zwirn und mit einem Griff aus Holzimitat, gebogen, sodass er gut in der Hand lag. Solange er denken konnte, war er im Besitz von Hannes. Hannes sorgte gut für ihn, er nahm ihn überall hin mit und hatte ihn noch nie vergessen. Wenn Hannes durch die Straßen ging, erkannten ihn die Leute schon von weit her und flüsterten sich zu: "Siehst du den Schirm? Das ist Hannes, der geht nie ohne Schirm aus dem Haus."

Das stimmte. Hannes ging nicht oft aus, aber jeden Sonntag nahm er seinen kirschroten Schirm und ging spazieren. Er mochte es, dass die Leute ihn erkannten. Statt den Schirm durch seine Hände schlenkern zu lassen, hielt er ihn fest im Griff und setzte die besetzte Spitze bei jedem zweiten Schritt auf den Asphalt. Es wäre ihm nie in den Sinn gekommen, ohne seinen standhaften Begleiter durchs Leben zu gehen, bis...

Bis eines Tages der Schirm verschwand. Hannes wollte zum Spaziergang aufbrechen, doch der Schirmständer war leer. Er fing an, nach ihm zu suchen, rückte den Ständer von der Wand weg, weil er glaubte, der Schirm sei nur verrückt. Er nahm alle Mäntel von der Garderobe, er schob das Schuhregal von der Wand. Schließlich fing er an, die anderen Räume seiner Wohnung zu durchsuchen. Er durchstöberte die Küche, sah hinter die Mineralwasserkästen. Er legte sich vor das Sofa und leuchtete mit einer Taschenlampe darunter. Er öffnete die Türen der Duschkabine und legte die Leitungen hinter der Waschmaschine frei, doch der Regenschirm blieb verschwunden.

Mittlerweile war es später Nachmittag geworden. Hannes beschloss, bei seinen Nachbarn zu klingeln. Zwei von ihnen hatten den Schirm nie gesehen, behaupteten sie, die Nachbarn aus dem Dachgeschoss beschimpften ihn wüst, und die anderen öffneten gar nicht erst.

Hannes fasste den festen Plan, draußen nach seinem Schirm zu suchen. Er steckte seinen Schlüssel ein, setzte einen Hut auf, band sich die Schuhe zu und setzte sich aufs Sofa. Ach, Schirm, dachte er. Wo bist du?

3.8.11 00:21


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Nachmittag

So ein blöder Tag.

 

Habe vormittags gearbeitet, den Nachmittag frei. Halbe Flasche Schnaps einverleibt, und dann geht alles schief.

 

Ich kann nicht schlafen wie gewünscht. Das TV-Programm ist unterirdisch. Als ich gerade beginne einzuschlafen, klingelt das Handy penetrant. Ein unliebsamer Verehrer, der mich zu einer Fahrt ins Grüne überreden will. Wegklicken. Ich drehe mich um, wo vorher die Füße waren, liegt jetzt der Kopf. Es ist heiß. Als mir die Augen zufallen, muss ich plötzlich dringend aufs Klo. Und dann ist auch noch das Klopapier alle!

 

Tja, was besseres hab ich nicht zu berichten. So ist das nun mal.

16.8.11 15:17





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