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Alles Gute kommt von Oben

Wir haben gerade fertig gepackt, als der Widersacher erneut in den Raum platzt. Seine Nase ist blutig, Cly hat sie ihm gebrochen. Er zerschmettert den Glastisch, unter dem die Messersammlung liegt und Musik jault, von Glassplittern getroffen oder vor Schreck in welche getreten, auf. Cly wirft die Reste der Glasscheibe nach dem Widersacher mit dem irren Blick und ich weiß, es ist vorbei mit uns. Jemand schreit. Es poltert. Ich wache auf.

 

Das Fenster ist weit offen, der geschenkte Ventilator läuft auf Stufe drei. Es ist auch drei. Und das dritte Mal diese Nacht, dass ein Albtraum mich weckt. Habe ich geschrien? Nach dem ersten Mal nahm ich eine normale Dosis meiner Schlaftabletten. Nach dem zweiten Mal die doppelte Dosis und hier bin ich. Traue mich kaum aufzustehen und mache dann überall das Licht an. Checke zum wiederholten Mal, ob die Kette vorgelegt  ist. Schließe dann das Fenster und stelle den Ventilator aus. Überprüfe den Mondstand, nein, nur Halbmond. Ziehe die Vorhänge zu. Die Müdigkeit liegt so bleiern auf mir. Aber drei Mal ist genug.

2.7.10 03:32


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Teach Me Loneliness

Morgens um halb sieben brachte ich Musik zu meinen Eltern.

 

Ihr Geschenk, dachte ich. Hier hat sie Platz, Wiese, Büsche, Orte zum verstecken und zum buddeln, einen Schuppen voll mit Frisbees und Bällen. Mein Vater wirft, was immer sie ihm bringt. Einmal warf er seinen Schuh nach meiner Mutter. Er dachte, es sei Musiks Knochen und sie tauchte unerwartet am Fuß der Treppe auf. Seitdem ruft er, bevor er wirft.

 

 Ich komme nach Hause. Die Tür zur Rückbank vom Wagen bleibt zu, niemand steigt aus. Keine nervende Leine in der Hand. Es gießt, endlich. Niemand verteilt Wasser auf meiner Hose. Gegenüber geht Bobby seine Runde, heute bellt er nicht. Warum auch.

 Nass erreiche ich die Haustür und niemand drängelt sich vor. Habe vergessen, Futter zu kaufen.

 

Liege im Bett und kann nicht schlafen. Ob sie an mich denkt?

5.7.10 23:35


Suppe

Seine Sachen vermischen sich mit meinen auf dem Förderband. Zwischen meinen Karotten liegt plötzlich "Käse-Lauch-Suppe" aus der Tüte. Ich schaue ihn an.

"Das koche ich Ihnen auch." Er blickt verwirrt hoch. Bier vermischt sich mit Korn, Nudeln geraten in einen Konflikt mit Pudding. Ich wiederhole. "Das koche ich ihnen auch. Nur besser. Ohne Geschmacksverstärker und ohne Konservierungsstoffe."

Seine rehbraunen Augen richten sich auf mich. "Achja?" Sagt er lahm. Er scannt meine Einkäufe. Gemüse für die Kaninchen, Hühnchen und Käse für Musik. Es scheint ihn zu überzeugen. 

6.7.10 18:20





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