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Tierfriedhof

Sie diskutieren darüber, ob es ethisch vertretbar ist, ein geliebtes Haustier zu beerdigen.

Tobias weist auf die "unzähligen Beiträge" im Fernsehen hin, die Menschen zeigen, die eine zu starke Bindung zu ihren Tieren haben, was nur zeigt, dass sie zwischenmenschliche Probleme haben. Durch das Bestatten würde das Tier auf die Ebene des Menschen gehoben, und dies widerspräche ja der Bestimmung des Alten Testaments, das von Tieren nur als untergestellten Gefährten der Menschen spricht, noch niedriger gestellt als die Frau.

Obwohl ich bis dahin gar nicht zugehört habe, erreichen diese Worte mein Gehirn und ärgern mich. Ich denke an meine alte Hündin, und das Atmen fällt mir schwer. Die Bilder von ihrer Bestattung, die Schwierigkeiten, ihren steifen Körper in das behelfsmäßig in die kalte Novembererde im Garten meiner Eltern geschlagene Loch zu legen, eingewickelt in eine Decke, mit einem Stofftier dabei, dem sie mal ein Ohr ausgerissen hat - ein großer Liebesbeweis, wo sie sich doch sonst gar nicht für überhaupt irgendetwas interessierte. Sie war ein komischer Hund, sie ließ sich nichts gefallen, von mir nicht, und von jemand anderem erst recht nicht. Dass sie mich überhaupt mochte, zeigte sie nur selten, indem sie sich zum Beispiel standhaft weigerte, bei Fremden zu bleiben (ihr Widerstand äußerte sich in spontanen Kack- und Brechattacken). Sie wich mir nie von der Seite, schlief aber nicht gerne in meiner Nähe. Nach mehreren Operationen wurde sie inkontinent, litt noch dazu unter Magenproblemen, konnte andere Hunde auf den Tod nicht ausstehen und hörte nicht auf mich. Ich liebte sie sehr.

Nachdem ich mich wieder beruhigt habe und meine empörten Einwürfe durch eine schnelle Überleitung auf die spitze Bemerkung Tobias' über die Rolle der Frau übergangen worden sind, frage ich mich, ob die anderen mich nun auch für menschenfremd und komisch halten. Wer ist die, die da hinten alleine in der letzten Reihe sitzt?

Ich frage mich auch, warum ich so oft gar nicht an sie denke, und warum sie dann wieder plötzlich so präsent in meinen Gedanken ist, dass ich unfähig werde, mich zu bewegen. 

5.2.09 10:56


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Muskelkater

Seitdem ich wieder trinke, ist mir noch kein anständiger Vollrausch gelungen. So hatte ich bislang auch noch keinen echten Kater, aber ich stelle mit Erstaunen fest, dass ich aktiver bin, wenn ich trinke. Seit mehr als einer Woche habe ich diese Muskelschmerzen in den Beinen, dem Rücken und den Schultern.

Entweder das, oder es liegt daran, dass ich, seit es draußen wärmer und drinnen unerträglicher geworden ist, mehr mit Musik unterwegs bin. Neulich wagten wir uns sogar vor bis in die Straße, die auf der nördlichen Seite von Nazis und auf der südlichen Seite von Türken bewohnt wird. Eine unangenehme Stimmung lag in der Luft, so bildete ich mir ein, aber Musik sprang fröhlich durch die Luft und ihr Schwanz hörte gar nicht mehr auf, sich zu drehen pwwtpwttpwwt. Dann gingen wir wieder nach Hause, leider.

23.2.09 10:19





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